Books by Dimitrios Meletis

Writing is an eclectic phenomenon whose many facets are studied by the young interdisciplinary fi... more Writing is an eclectic phenomenon whose many facets are studied by the young interdisciplinary field of grapholinguistics. Linguistically, writing is a system of graphic marks that relate to language. Under the lens of processing, it is a method of producing and perceiving utterances with our hands, eyes, and brains. And from a communication theoretical and sociolinguistic perspective, it is an utterly personal medium that allows users not only to convey messages to others but also to associate themselves with cultures or ideologies. These perspectives must merge to become the foundation of a functional theory of grapholinguistics that aims not only to describe how writing systems are built but to explain why they are built that way. Starting with a unified framework that allows the description of all types of writing systems with comparative concepts (such as grapheme) and moving towards the incorporation of evidence from disciplines such as psycholinguistics and sociolinguistics to arrive at explanations, this book establishes the cornerstones of such a functional theory of writing. The Nature of Writing is a collection of ideas about writing, a status report about relevant research, a discovery of desiderata, and a new perspective. It is a start, but most importantly, it is an invitation.

Der Genitiv der Negation (GenNeg) ist ein für slawische Sprachen typisches linguistisches Phänome... more Der Genitiv der Negation (GenNeg) ist ein für slawische Sprachen typisches linguistisches Phänomen, das im Russischen in zwei syntaktischen Positionen auftritt, in denen es jeweils mit einem anderen Kasus konkurriert: in der Subjektposition mit dem Nominativ, in der Objektposition mit dem Akkusativ. Diese Kasuskonkurrenzen stellen LinguistInnen seit über hundert Jahren vor mehrere herausfordernde Fragestellungen, von denen diese Publikation eine zentrale behandelt: In welchen Kontexten ist der GenNeg erlaubt und welcher Bedeutungsunterschied ergibt sich durch die genannten Kasusalternationen? Nachdem in einem umfangreichen Theorieteil zunächst der russische Genitiv besprochen und die relevantesten semantischen, teils auch syntaktischen Forschungsansätze zum GenNeg präsentiert werden, sollen ebendiese anhand einer qualitativen Analyse ausgewählter Beispiele aus der Fachliteratur auf ihre Gültigkeit getestet werden. Zusätzlich werden analoge Sprachstrukturen aus dem russischen Nationalkorpus sowie Grammatikalitätsurteile von L1-SprecherInnen des Russischen herangezogen, um zu überprüfen, inwiefern die Beispiele der sprachlichen Realität gerecht werden. Es wird gezeigt, dass Nomen, die eine GenNeg-Markierung erlauben, folgende Merkmale aufweisen: Einerseits fehlt ihnen eine relative Existenz-/Präsenzpräsupposition, d. h. es wird nicht davon ausgegangen, dass der Referent, den sie bezeichnen, in einer gewissen Domäne existiert/anwesend ist; andererseits sind sie vom semantischen Typ <e, t>, der keine Individuen, sondern Merkmale bezeichnet, weshalb der GenNeg meistens eine unspezifische, indefinite Lesart erhält. Sprachwandelprozesse bedingen, dass die Frequenz des GenNegs stetig abnimmt und die anderen Kasus (Nom und Akk) zur neutralen Kasuswahl werden. Auf Basis der systematischen Darstellung des Forschungsstands sowie der Analyse werden Desiderata herausgearbeitet, die als Anknüpfungspunkte für die zukünftige Forschung dienen sollen.
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Dieses Buch stellt die erste umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Graphetik da... more Dieses Buch stellt die erste umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Graphetik dar – jenem interdisziplinären Forschungsfeld, das die Form und Materialität von Schrift untersucht. Neben einer kritischen wissenschaftsgeschichtlichen Darstellung der wichtigsten Beiträge zentraler Vertreterinnen und Vertreter werden relevante Definitionen gesammelt und diskutiert. Ein vorgeschlagenes Modell rückt graphetische Beschreibungsebenen und Einheiten in den Fokus, bevor schließlich der perzeptive Aspekt von Schrift beleuchtet wird und Konzepte wie Leserlichkeit und Lesbarkeit besprochen werden. Ein programmatisches Fazit samt Desideratakatalog wagt zuletzt einen Blick in die Zukunft der Graphetik.
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